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Bedeutung von F-BAS

Farb-Austast-Signal Das BAS-Signal wird beim Fernsehen mit einem einseitenbandmodulierten Träger übertragen; der Ton mit ein oder zwei FM-Trägern neben dran. Bei Videogeräten liegt das BAS-Signal meist mit einer Amplitude von1Vss und am Ausgang und wird ebenso am Eingang erwartet. Die verwendete Impedanz ist üblicherweise 75 Ohm. Das Farbsignal kann enthalten sein (dann spricht man von einem FBAS-Signal) oder -- insbesonderebei S-VHS- und Hi-8-Geräten -- ein separates Signal sein. Das folgende Diagramm zeigt das in der CCIR-Norm festgelegte Format eines (F)BAS-Signals:

Wie man sieht, haben PAL/CCIR Signale eine Bildfrequenz von 50Hz und eine Zeilenfrequenz von 15625 Hz. Eine Bildzeile besteht aus dem Austastimpuls und dem Bildinhalt. Der untere Wert des Bildinhaltes entspricht der weißen Farbe und darf nicht unter 10% liegen, weil sonst beim Differenztonverfahren kein Ton mehr vorhanden ist.

Eine Pixelauflösung vergleichbar der bei Computer Grafikkarten kann man bei analoger Übertragung (Satellit, Kabel, etc.) nicht angeben - der Frequenzgang des Übertragungskanals ist hier maßgeblich - bei üblichen PAL-Übertragungen ist das obere Limit die Frequenz des Farbhilfsträgers, etwa 4.4 MHz. Mehr als etwa 4MHz läßt sich per FBAS/Composite Video nicht übertragen, im Überlappungsbereich kommt es zu den sog. CrossColour-Effekten. Nur aufwendige Kammfilterschaltungen vermeiden diesen Effekt weitgehend. 
Wird das Farbsignal separat übertragen (S-Video bei S-VHS und Hi8), oder werden wie in der Profitechnik Farbkomponenten (Betacam, etc.) verwendet, kann der Frequenzgang auch weiter reichen (5-8 MHz typisch). Die vertikale Auflösung ist bei PAL/CCIR auf 625 Zeilen beschränkt. Durch technische Gegebenheiten (Bildaustastlücke, etc.) sind davon etwa 570 Zeilen nutzbar. Bei jedem Fernseher ist der sichtbare Bildausschnitt etwas unterschiedlich. Digitale Videogeräte tasten das analoge Bildsignal ab - hier hat sich die 4:2:2 Technik durchgesetzt (13.5/6.75/6.75MHz) für Luminanz und zwei Farbkomponenten. Daraus ergeben sich für digital arbeitende Geräte (Bildspeicher, FX, TBCs, etc.) 'typische' horizontale Auflösungen von 768 bzw. 720 Pixeln ('CCIR601'). Im 'digitalen' Fernsehzeitalter kann man also für PAL/CCIR Videosignale eine 'Auflösung' von 768*576 angeben.

Bilder:

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